Der Norden ruft!
Die Idee war echt super.
In Zürich wurde unser Gepäck falsch gestempelt und wollte in Oslo bleiben. Wir konnten es mit viel Überzeugungskunst dazu überreden uns doch no weiter zu begleiten. In Bodø angekommen mussten wir die Zeit bis zum frühen Morgen totschlagen, um die Fähre nicht zu verpassen. Dank Pubs und einem Aufenthaltsraum gelang uns das ohne grössere Schweirigkeiten.
Allein das Naturschauspiel der Mitternachtssonne hätte als Zeitvertreib vollkommen ausgereicht. Dass die Sonne nie untergeht, es 24 Stunden am Tag hell ist, ist einfach unglaublich! Ach ja, Aussentemperatur 13 Grad.
Nach 5 Stunden Fahrt mit der Fähre erreichten wir Værøy, die erste Insel unserer Route. Sie ist eine der kleinsten bewohnten Inseln der Lofoten, dafür aber umso bergiger. Die Insel ist dafür bekannt, dass man hier Papageientaucher sehen kann.
Wir machten uns sofort auf, eine Gasflasche zu kaufen und die Insel zu erkunden. Der Weg, der um die Insel herum zum Papageientaucherfelsen führt war sehr viel anstrengender als gedacht. Belohnt wurden wir bereits unterwegs von der atemberaubenden Landschaft, den steilen Gipfel, dem plötzlichen Übergang zum Meer und den typischen Häuschen. Papageientaucher wollten sich uns leider keine zeigen.
Stattdessen wurden wir mit etwas noch seltenerem belohnt: Ungefähr 50 Meter neben uns landete, während einer kurzen Pause, plötzlich einer dieser grossen Seeadler mit weissem Kopf! Einen solchen Vogel auf einem Bild festzuhalten ist toll, aber beinahe unmöglich.
Für die Nacht suchten wir uns einen ruhigen Strand mit ein bisschen weniger Sonne. Dank der Schlafbrillen merkten wir aber nur wenig davon im Zelt.
Dienstag Früh machten wir uns auf den Weg mit der Fähre nach Moskenesøya und damit auf die eigentlichen Lofoten! Wir freuten uns auf die noch steileren Hügel, auch wenn wir kraftmässig schlechter dalagen als noch vor wenigen Tagen und wurden nicht enttäuscht. Nach ortskundiger Anleitung liefen wir den Ågvatnet (See) entlang in ein wunderschönes Trogtal dessen Mitte der See mit den kleinen Häuschen darum bildete. Am Ende angekommen erklommen wir einen der Pässe, um von den Gipfeln auf beide Seiten der Lofoten blicken zu können. Wir mussten aber feststellen, dass der Wind im westlichen Bereich doch wesentlich stärker zu sein scheint.
Nach dem Genuss dieser Aussicht und dem tollen Abstieg (naja) wanderten wir, mit Eispause, noch bis Moskenes, wo wir die Nacht verbrachten um am nächsten Tag nach Reine zum Reinebringen weiter zu wandern.
Gute Nacht













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