Man kann vom Laufen nie genug haben. Das ist zumindest meine Meinung.
Deswegen ging es am Mittwoch gleich weiter mit der Galleria dell'Accademia, die wesentlich kleiner ist als die Uffizi, dafür aber einige riesige Marmorstatuen enthält, die Michelangelo zugeschrieben werden, wie den David (aus der Geschichte von David und Goliath). Es finden sich darin auch einige Bilder, diese sind aber weniger gut ausgestellt und weniger interessant als jene der Uffizi. Wichtig ist zu erwähnen, dass ich keine Sekunde angestanden bin. Ich bin da rein und einfach durchgelaufen. Es war keine Schlange da. Es war nicht so, dass das Museum leer war, ich hab' einfach den richtigen Moment erwischt.
Der David ist natürlich ein absolutes Kunstwerk, selbst jemand der sich gar nicht auskennt (ich), erkennt wie gut er gemacht ist, wie genau die Proportionen einem echten, schönen Menschen entsprechen. Mir erschienen nur die Hände leicht überproportioniert, aber ich habe auch kleine Hände.
Auch habe ich einiges über die Herstellung von Statuen gelernt. Zu erst wird ein Modell hergestellt, generell aus Gips. Dieses wird dann über Seilzüge auf den Marmor übertragen (daher die Pickelartigen dunklen Stellen auf den Statuen einiger Fotos, das sind Orientierungspunkte), was sogar im Massstab geschehen kann, so dass aus einer kleinen Figur eine grosse Statue wird.
Es gab auch einige alte Instrumente zu sehen, worunter sogar drei Stradivari's waren.
Vor dem Abendessen stattete ich der kleinen Enoteca "Le Volpi e l'uva" einen Besuch ab.
Donnerstag und Freitag habe ich neben der Schule meine Zeit mit Essen gehen (statt Unterricht gingen wir zum "Pranzo" mit unserem Lehrer essen) und Einkaufen verbracht. So einfach ist das. Jetzt habe ich meine eigene Bialetti-Moka (Kaffeebraukanne), ein neues Hemd und mehr Tee. Auch habe ich meinen neuen Anzug beim Schneider abgeholt.
Der italienischen Wirtschaft geht's jetzt wieder gut.
Die beste Entdeckung dieser drei Tage war eine Dachterasse auf einem teuren Hotel, mit der wohl besten Aussicht von ganz Florenz! Der Wein kostet halt etwas mehr, aber man kann ja langsamer trinken...
Morgen geht's wieder ab nach Hause. Schon vorbei der ganze Spass. Schade schade schade.
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Freitag, 16. Februar 2018
Dienstag, 13. Februar 2018
Firenze - Tag 9 & 10
Back to work, äh nein, back to school!
Und schon bricht die zweite Hälfte meines Aufenthaltes in Italien an. Viel Grammatik und Vergangenheitsformen den ganzen Tag lang. Das war echt hart!
Noch viel härter war aber, als ich mich am Nachmittag mit einer Kolumbianerin auf Spanisch unterhalten wollte. Da gibt's kein Spanisch mehr!! Alles zum Italienisch konvertiert.
Nicht verzagen, das kann man wieder aufholen, weil verstehen kann ich's immer noch nach wie vor.
Den ganzen Montag Nachmittag habe ich dann damit verbracht, mir einen Anzug zu suchen. In Firenze ist zwei Mal im Jahr Ausverkauf, einmal Anfang Februar und einmal im Sommer. Das sind die Momente an denen man einkaufen muss. Gegen Ende des Ausverkaufs findet man hier ohne Probleme -70% auf Dinge, die sowieso schon nicht überteuert sind. Und genau so einen Anzug habe ich nach mehreren Stunden gefunden! Ein Foto folgt bald, weil der Anzug zur Zeit noch beim Schneider ist! Er wird nämlich genau auf mich angepasst. Ich freu' mich riesig darauf!
Das war die Mission des Tages und die habe ich erfolgreich gemeistert.
Am nächsten Tag war die Schule viel angenehmer. Das lag vermutlich hauptsächlich an der angeschlagenen Gesundheit von Deborah, unserer Lehrerin. Wie dem auch sei, der Morgen ging vorüber und der Nachmittag brachte viel Laufen und Stehen mit sich. Wir hatten nämlich Tickets für die Uffizi reserviert. Die Uffizi enthält die grösste italienische Gemälde-Sammlung und das merkt man, vor allem in den Füssen.
Trotzdem ist es echt unglaublich, wie sich die Kunst entwickelt hat und wie viel besser die Techniken mit der Zeit wurden.
Ich werde nicht zu jedem der Bilder einen Kommentar schreiben (vor allem weil ich das meiste von dem was ich gelernt habe, nicht behalten konnte). Gesehen haben wir jede Menge Werke, hauptsächlich italienischer Künstler, von denen die meisten irgendwann Mal in den Händen der Medici waren.
Interessant ist, dass das einzige Bild von Michelangelo, das in den Uffizi zu finden ist, eine absolute Besonderheit ist, weil die Figuren darin (Maria, Josef, Jesus) wie für eine Steinskulptur angeordnet sind und auch so gezeichnet wurden. Man kann ja zum Spass raten, welches Gemälde es ist, wenn man es nicht schon kennt.
Am Abend ging's dann endlich mal in eine Enoteca, um ein bisschen Wein aus der Toskana zu probieren.
Und schon bricht die zweite Hälfte meines Aufenthaltes in Italien an. Viel Grammatik und Vergangenheitsformen den ganzen Tag lang. Das war echt hart!
Noch viel härter war aber, als ich mich am Nachmittag mit einer Kolumbianerin auf Spanisch unterhalten wollte. Da gibt's kein Spanisch mehr!! Alles zum Italienisch konvertiert.
Nicht verzagen, das kann man wieder aufholen, weil verstehen kann ich's immer noch nach wie vor.
Den ganzen Montag Nachmittag habe ich dann damit verbracht, mir einen Anzug zu suchen. In Firenze ist zwei Mal im Jahr Ausverkauf, einmal Anfang Februar und einmal im Sommer. Das sind die Momente an denen man einkaufen muss. Gegen Ende des Ausverkaufs findet man hier ohne Probleme -70% auf Dinge, die sowieso schon nicht überteuert sind. Und genau so einen Anzug habe ich nach mehreren Stunden gefunden! Ein Foto folgt bald, weil der Anzug zur Zeit noch beim Schneider ist! Er wird nämlich genau auf mich angepasst. Ich freu' mich riesig darauf!
Das war die Mission des Tages und die habe ich erfolgreich gemeistert.
Am nächsten Tag war die Schule viel angenehmer. Das lag vermutlich hauptsächlich an der angeschlagenen Gesundheit von Deborah, unserer Lehrerin. Wie dem auch sei, der Morgen ging vorüber und der Nachmittag brachte viel Laufen und Stehen mit sich. Wir hatten nämlich Tickets für die Uffizi reserviert. Die Uffizi enthält die grösste italienische Gemälde-Sammlung und das merkt man, vor allem in den Füssen.
Trotzdem ist es echt unglaublich, wie sich die Kunst entwickelt hat und wie viel besser die Techniken mit der Zeit wurden.
Ich werde nicht zu jedem der Bilder einen Kommentar schreiben (vor allem weil ich das meiste von dem was ich gelernt habe, nicht behalten konnte). Gesehen haben wir jede Menge Werke, hauptsächlich italienischer Künstler, von denen die meisten irgendwann Mal in den Händen der Medici waren.
Interessant ist, dass das einzige Bild von Michelangelo, das in den Uffizi zu finden ist, eine absolute Besonderheit ist, weil die Figuren darin (Maria, Josef, Jesus) wie für eine Steinskulptur angeordnet sind und auch so gezeichnet wurden. Man kann ja zum Spass raten, welches Gemälde es ist, wenn man es nicht schon kennt.
Am Abend ging's dann endlich mal in eine Enoteca, um ein bisschen Wein aus der Toskana zu probieren.
Firenze - Tag 8
Immer noch müde von Venedig, ging es auch am Sonntag wieder rund!
Diesmal standen Lucca und Viareggio, zwei bekannte Städte in der Toskana auf dem Programm. Lucca ist eine kleine Stadt zwischen Florenz und dem Mittelmeer, eine Stadt die für ihren Einfluss auf die Kunst in früheren Tagen und heute für ihre Gemütlichkeit bekannt ist. Irgendwann muss die Stadt mal eine Art Stützpunkt gewesen sein, weil sie von einer hohen Festungsmauer, die ungefähr 7 Meter breit ist, umgeben wird. Auf dieser Mauer führt heute eine Strasse entlang, die breit genug für alle wenigen Touristen hier ist. Wir haben dann einfach ein Fahrrad gemietet und sind einmal rund um die Stadt gefahren und danach auch in die Stadt hinein. Die Stadt selber besteht ähnlich wie Firenze aus engen, verwinkelten Strassen, die aber hier fast schon leer und einfach angenehm gemütlich sind. Die für uns interessanteste Sehenswürdigkeit in Lucca war ein Turm, der Torre Guinigi, auf dem oben drauf Bäume wachsen! Echt cool und die Aussicht dort ist einfach super!
Nach Lucca ging's wieder mit dem Zug noch einige wenige Minuten weiter nach Viareggio, ans Meer. Das war das erste Mal dass ich mit irgendeinem Zug vor dem Zeitplan angekommen bin und das sogar in Italien!
In Viareggio war unser Ziel eigentlich, den weltberühmten Carnevale zu sehen. Angeschaut haben wir aber alles andere, weil die da Eintritt für den Carnevale verlangen, viel Eintritt. Dafür haben wir stattdessen ein riesiges Gelato (4 Kugeln) mit hausgemachter Waffel für 3.50 Euro gefunden! Da der Carnevale direkt am Meer stattfindet und dort entsprechend alles abgesperrt ist, war es gar nicht so einfach, den Weg ans Meer zu finden, aber wir haben es geschafft!
Diesmal standen Lucca und Viareggio, zwei bekannte Städte in der Toskana auf dem Programm. Lucca ist eine kleine Stadt zwischen Florenz und dem Mittelmeer, eine Stadt die für ihren Einfluss auf die Kunst in früheren Tagen und heute für ihre Gemütlichkeit bekannt ist. Irgendwann muss die Stadt mal eine Art Stützpunkt gewesen sein, weil sie von einer hohen Festungsmauer, die ungefähr 7 Meter breit ist, umgeben wird. Auf dieser Mauer führt heute eine Strasse entlang, die breit genug für alle wenigen Touristen hier ist. Wir haben dann einfach ein Fahrrad gemietet und sind einmal rund um die Stadt gefahren und danach auch in die Stadt hinein. Die Stadt selber besteht ähnlich wie Firenze aus engen, verwinkelten Strassen, die aber hier fast schon leer und einfach angenehm gemütlich sind. Die für uns interessanteste Sehenswürdigkeit in Lucca war ein Turm, der Torre Guinigi, auf dem oben drauf Bäume wachsen! Echt cool und die Aussicht dort ist einfach super!
Nach Lucca ging's wieder mit dem Zug noch einige wenige Minuten weiter nach Viareggio, ans Meer. Das war das erste Mal dass ich mit irgendeinem Zug vor dem Zeitplan angekommen bin und das sogar in Italien!
In Viareggio war unser Ziel eigentlich, den weltberühmten Carnevale zu sehen. Angeschaut haben wir aber alles andere, weil die da Eintritt für den Carnevale verlangen, viel Eintritt. Dafür haben wir stattdessen ein riesiges Gelato (4 Kugeln) mit hausgemachter Waffel für 3.50 Euro gefunden! Da der Carnevale direkt am Meer stattfindet und dort entsprechend alles abgesperrt ist, war es gar nicht so einfach, den Weg ans Meer zu finden, aber wir haben es geschafft!
Samstag, 10. Februar 2018
Firenze - Tag 6 & 7
Guten Abend,
bestes Wetter hier in Italien!
Genau deshalb sollte man Italien im Winter besuchen: Hier scheint einfach so oft und lange die Sonne und dann ist es nicht mal mehr kalt.
Nun habe ich schon eine ganze Woche Schule hinter mir... Es scheint mir so unwirklich, dass schon die Hälfte meines Aufenthaltes durch ist, aber ist wohl leider so.
Den letzten Schultag haben wir mit einem Vortrag über die italienische Gesellschaft abgeschlossen. Der Vortrag an sich war doch eher langweilig (trotz Wein zum Mittagessen), aber einen Fakt werde ich nicht so bald vergessen: Von diesen tollen italienischen Männern (im Alter von 18-35 Jahre) leben zwei Drittel zu Hause bei Mamma! Männer gelten in Italien als unselbstständig.
Dann war auch schon Wochenende.
Samstag sind wir morgens schon früh aufgestanden, um möglichst viel Zeit in Venedig verbringen zu können. Diese Stadt mitten im Meer ist wunderschön. Und man sagt von Venedig dass es stinkt.. Stimmt auch nicht im Winter, zu kalt zum stinken.
Natürlich ist dieses Wochenende das letzte des Karnevals in Venedig! Überall laufen Gestalten in tollen und riesigen, aufwändigen Kostümen herum. Zu Venedig gibt es nicht viel zu sagen ausser: Super schön, sehr weitläufig und unglaublich viele Touristen. Gefallen hat mir auch, dass es weder Fahrräder noch Autos gibt, für niemanden! Alles geschieht auf dem Wasser, sogar Polizei und (interessanter) Krankenwagen (siehe Foto). So haben wir schon das halbe Wochenende durch und sind doch extrem kaputt! Morgen geht es dann weiter nach Lucca und eventuell an den anderen bekannten Karneval in Italien nach Viareggio, mal schauen. Für Venedig sind die Fotos viel wichtiger als jeder Text, den ich hier schreiben könnte. Ach ja, bevor ich's vergesse: Hab' mir ein neues Sakko gekauft, für 15 Euro. Ausverkauf in Italien lohnt sich! Und selbstverständlich haben wir auch das Haus von Marco Polo gesehen.
bestes Wetter hier in Italien!
Genau deshalb sollte man Italien im Winter besuchen: Hier scheint einfach so oft und lange die Sonne und dann ist es nicht mal mehr kalt.
Nun habe ich schon eine ganze Woche Schule hinter mir... Es scheint mir so unwirklich, dass schon die Hälfte meines Aufenthaltes durch ist, aber ist wohl leider so.
Den letzten Schultag haben wir mit einem Vortrag über die italienische Gesellschaft abgeschlossen. Der Vortrag an sich war doch eher langweilig (trotz Wein zum Mittagessen), aber einen Fakt werde ich nicht so bald vergessen: Von diesen tollen italienischen Männern (im Alter von 18-35 Jahre) leben zwei Drittel zu Hause bei Mamma! Männer gelten in Italien als unselbstständig.
Dann war auch schon Wochenende.
Samstag sind wir morgens schon früh aufgestanden, um möglichst viel Zeit in Venedig verbringen zu können. Diese Stadt mitten im Meer ist wunderschön. Und man sagt von Venedig dass es stinkt.. Stimmt auch nicht im Winter, zu kalt zum stinken.
Natürlich ist dieses Wochenende das letzte des Karnevals in Venedig! Überall laufen Gestalten in tollen und riesigen, aufwändigen Kostümen herum. Zu Venedig gibt es nicht viel zu sagen ausser: Super schön, sehr weitläufig und unglaublich viele Touristen. Gefallen hat mir auch, dass es weder Fahrräder noch Autos gibt, für niemanden! Alles geschieht auf dem Wasser, sogar Polizei und (interessanter) Krankenwagen (siehe Foto). So haben wir schon das halbe Wochenende durch und sind doch extrem kaputt! Morgen geht es dann weiter nach Lucca und eventuell an den anderen bekannten Karneval in Italien nach Viareggio, mal schauen. Für Venedig sind die Fotos viel wichtiger als jeder Text, den ich hier schreiben könnte. Ach ja, bevor ich's vergesse: Hab' mir ein neues Sakko gekauft, für 15 Euro. Ausverkauf in Italien lohnt sich! Und selbstverständlich haben wir auch das Haus von Marco Polo gesehen.
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