Dienstag, 29. Januar 2019

Norwegen 3.0 - Tag 1-5: Oslo und Tromsø

Wieder Mal Norwegen, dieses Mal aber vervollständigen.
Man will ja auch Mal was Neues sehen.
Deswegen: Nicht mehr nur Umsteigen in Oslo, sondern aussteigen und die Stadt anschauen.
Wir hatten knappe drei Tage Zeit und haben wirklich viel von dieser sehr interessanten Stadt gesehen.
Es gibt viele Restaurants, weniger Bars und auch nicht wirklich viele Leute.
Dafür unglaublich viel moderne Architektur an jeder Ecke.
Oslo ist voll von Geschichte und Museen, die praktisch alle eine Besichtigung wert sind.
Am ersten Abend vertraten wir uns grosszügig die Beine bis etwa 2 Uhr morgens.
Dabei haben wir den Teil von Oslo entdeckt, der Touristen wohl eher fremd ist. Wir haben sogar ein selbergemachtes Eisfeld gefunden, auf dem wir spielen konnten. Daneben lagen die Schlittschuhe der Schulkinder einfach so rum! Klaut ja keiner was hier.
Am nächsten Tag sind wir gleich weitergelaufen und haben wirklich die ganze Stadt durchquert und etwa 20 Kilometer hinter uns gebracht.
Zwischendurch brauchte es eine Kaffeepause, um nicht vollständig zu erfrieren. Es war nämlich ca. -5°C warm und es ging durchgehend ein Wind. Wir fragten uns die ganze Zeit über, wie wir es schaffen sollten, den Norden zu überleben, wo alles noch kälter ist.
Der nächste Tag war geprägt von vielen Museumsbesuchen, unter anderem dem Fram-Museum, in dem die originale "Fram", das Schiff, das Roald Amundsen an den Südpol gebracht hat, ausgestellt wurde. In einem anderen Museum auf der Museumshalbinsel waren alte Wikingergrabschiffe (ja, die Irren haben tatsächlich ganze Schiffe vergraben um jemanden zu beerdigen) ausgestellt und in einem Museum gleich daneben Gebäude aus allen Gebieten Norwegens so als Freilichtmuseum aufgebaut.
Alles in Allem ist Oslo schon eine Reise wert. Dennoch bin ich persönlich ganz klar begeisterter vom Rest von Norwegen, von grossen Aussichten, grossen Bergen und kleinen Städten mit kleinen Menschenmassen. Oslo ist nicht mein Norwegen (gehört aber irgendwie trotzdem dazu).
Am Tag 4 schauten wir uns das Hipsterviertel Grünnerløkka an, in dem sich gar nicht so viele Hipster befanden, wie erwartet. Danach war es auch schon Zeit weiter in den Norden, nach Tromsø zu fliegen. Dort kamen wir dann auch mitten in der Nacht, um 18:00 Uhr, an. Hier ist es geschlagene -15°C warm. Das ist also so als ob man in einen begehbaren Tiefkühlschrank ohne Ende hinein steht. Echt genial!! Hier ist gleich alles besser! Es gibt Berge, die Stadt ist schon kleiner, es gibt direkt Meer und die Luft ist soo viel frischer als sonst irgendwo. Auch liegt hier Schnee bis zum Abwinken, überall finden sich mannshohe Haufen.
Einfach nur genial :)
All das genossen wir auch am Tag 5, an dem wir in tiefer Dunkelheit aufwachten (Sonnenaufgang irgendwo gegen 9 Uhr). Wir erkundeten das Zentrum (Sentrum) von Tromsø zu Fuss und besuchten sogar noch die "Ishavskatedralen" (Eismeerkathedrale), die aber geschlossen war.
Nun sitzen wir wieder zu Hause und ruhen uns aus, damit wir dann später am Abend auf den Hausberg "Fløya" laufen können (endlich wandern). Dort oben hoffen wir auf eine tolle Aussicht über Tromsø und vor allem auf Polarlichter.
Die Prophezeiungen für die Polarlichter sagen derzeit ein Maximum für Freitag voraus. Freitag kommen wir gerade in unserem Quartier auf Senja, also im Gebiet ohne Lichtverschmutzung an. Juhuuu!
Bis bald
Robin und Nanah