Der Reinebringen: Ein Berg von solcher Macht, von solcher Stolzheit, dass er manchen erzittern lässt, der ihn besteigen will. So auch uns. Bereits am Fuss des Berges waren Tafeln angebracht, die vor einer Besteigung abrieten. Dennoch wagten wir den Versuch, mussten aber bald feststellen, dass durch den vielen Regen so viel Schlamm entstanden war, dass von Sicherheit keine Rede sein konnte. Wir kehrten also um, ohne den schönsten Blick auf Reine zu erhaschen. Dorthin machten wir uns schliesslich auf den Weg. Dieses malerische Dorf, das auf mehreren Inseln und Halbinseln erbaut wurde gehört zu den Sehenswertesten auf den Lofoten. Wir assen in einem der doch eher teuren Restaurants dann Pizza! Nach einer kurzen Tour unter den Stockfischgestellen ging's mit dem Bus weiter über Flakstadøya (die einzige Insel der Lofoten auf der ich noch nie gewandert bin) nach Leknes, dem zentralsten Ort der Lofoten. Bereits letztes Jahr lernte ich in Leknes Bjørg kennen, diese ältere Dame war früher Zahnärztin und lebt heute für ihren wunderschönen, riesigen Garten. Bei ihr verbrachten wir die Nacht, liessen uns mit Tee und Schafsfleischklössen verwöhnen. Wir durften schliesslich sogar in ihrer Scheune übernachten. Am nächsten Tag fuhren wir sie zum Einkaufen und durften uns für den Nachmittag ihr Auto ausleihen (Wow). So konnten wir schlecht erreichbare Ort wie Unstad, Eggum oder Ballstad erreichen und dort die Gegend unsicher machen. Erneut verbrachten wir die Nacht bei ihr, um ihr am folgenden Tag im Garten zu helfen.
Wieder wurde die Nacht lange vor dem zu Bett gehen, was in Nordnorwegen wegen der Mitternachtssonne ja kein Problem ist.
Den ganzen Freitag Morgen hatten wir alle Hände voll zu tun, putzen, reparierten und trugen die Dinge, die für Bjørg zu schwer waren. Gegen Mittag ging unsere Reise schliesslich zu Fuss weiter zum Hagskaret (ein Pass mit toller Aussicht) und zum Justatinden, den wir aber nicht ganz erklommen. Zum Abend hin erreichten wir den Kringlebotnsvatnet (kleiner See) an dem eine Hütte stand. Die Hütte war toll eingerichtet und lud nur dazu ein, ein Bad im See, der eiskalt war, zu nehmen und dort die Nacht zu verbringen. Morgen Samstag oder Sonntag früh hoffen wir das Wikingermuseum in Borg zu erreichen.
Soviel zu uns, bis bald.














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