Mittwoch, 31. August 2016

Tag 1-2, Bodø - Moskenes

Wolkig mit der Aussicht auf Fleischbällchen, denkste! Schön wär's, hier haut's alles runter, was eine Wolke bieten kann.
Nach unserer Ankunft am Dienstag Abend wurden wir ganz schlimm getäuscht, weil Nordnorwegen uns Zähmbarkeit und sogar einen Sinn für Romantik vorgauckelte. Eventuell erhielten wir sogar einen kleinen Vorgeschmack auf die Nordlichter, die hier bald wieder zu sehen sind. Die paar Norweger, die wir trafen erzählten aber alle die selbe Geschichte, vom Regen der bald kommen würde.
Am folgenden Morgen wurden wir unsanft von Windböen und Regen geweckt. Die Wiese um's Zelt herum stand unter Wasser und der Plan auszuschlafen war schnell vergessen.
Das triefend nasse Zelt verpackten wir und versuchen bis jetzt nicht daran zu denken, dass wir erneut darin schlafen werden.
Den Tag verbrachten wir zur Beschaffung von Essen, Material und Reisemöglichkeit in Bodø und setzen nun gegen Abend mit der Fähre (Marke Schaukelstuhl) die paar Meilen über. Kurz war während der Überfahrt die Sonne zu sehen, je weiter wir uns den Lofoten aber nähern, umso stärker wird der Regen. Freude herrscht...
Nun ja, nach der stürmischen Überfahrt, die beide ohne Seekrankheit überstanden, waren wir also am Fusse der Berge in Mitten des Atlantiks angekommen. Wir machten uns sofort auf die Suche nach einem Schlafplatz für die Nacht und wurden schnell oberhalb des Meeresufers fündig. Hier durften wir Zelten, da das norwegische Allemannsretten, das Gesetz ist, besagt, dass jeder zelten darf wo er will, solange es nicht explizit verboten ist. Schnell lernten wir die weiche Bodenvegetation Norwegens zu schätzen (später auch im Gegenteil).