Senja, eine tolle Insel.
Mit unserem Toyota Yaris haben wir uns richtig Mühe gegeben, jeden Winkel, jeden Fleck dieses Stück Land zu erkunden. Geklappt hat das nicht, aber wir sind weit gekommen.
Teilweise waren wir während etwa 4 Stunden reiner Fahrzeit im Auto unterwegs! Hat sich aber echt gelohnt. Der Beweis dafür findet sich in den Bildern.
Trotz viel Autofahren kam auch der eigentliche Grund für unseren Besuch, Schneeschuh Laufen, nicht allzu kurz. Wir waren praktisch jeden Tag auch noch auf den Beinen und irgendwo unterwegs. Meistens eher einfachere Strecken, damit der Ausflug nicht allzu lange dauerte.
Nachts wurde nämlich das Autofahren etwas gefährlicher. Plötzlich war die vorher gut geräumte Strasse wieder mit Schneeverwehungen bedeckt, da den ganzen Tag über ein rauer Wind blies und die Sicht wurde durch die Dunkelheit schlechter. Aber mit den Spikes an den Reifen und nur noch Schallgeschwindigkeit ging das auch gut.
Wir konnten jeden Tag wilde Tiere, besonders Rentiere und Seeadler beobachten. Ebenfalls praktisch an jedem Tag sahen wir die Nordlichter, allerdings nie wieder so wie an unserem letzten Abend in Tromsø. Da waren wir echt glücklich.
Senja hat wie zwei Gesichter. Die eine Hälfte, zum Festland hin, wo unser Haus steht, ist eher windstill und die Landschaft von geschwungenen Hügeln geprägt. Zum Atlantik hin werden die Hügel aber zusehends zu Bergen und immer steiler. Auch wird das Klima rauer, Wind bis Sturm kommt auf und es erscheint einem eisigkalt zu sein.
Wir haben es auf einige Berge geschafft, einige Sonnenuntergänge (hier schon später, so um 14:30 Uhr) gesehen und viel erlebt. Entsprechend kaputt waren wir dann immer am Abend.
Aber alles hat ein Ende, so auch dieser erste Aufenthalt auf Senja (wir ganz sicher nicht der letzte sein). Ich bevorzuge zwar nach wie vor die Lofoten, aber bin dennoch echt begeistert von Senja.
Um unser Auto zu einem passenden Zeitpunkt abgeben zu können, mussten wir eine weitere Nacht in Finnsnes (beinahe eine richtige Stadt) verbringen. In diesem Haus wohnten wir bei einer Familie, in einem Zimmer. Das Haus war riesig, mit zwei Wohnzimmern und riesigen Fenstern, durch die man Aussicht auf die Versterålen, Senja und das Festland, sowie die Fjorde dazwischen hatte. Für einen Tag war arbeiten angesagt, damit alle Studien daheim in der Schweiz anlaufen können. Am Tag darauf, Mittwoch, ging es dann früh morgens auf’s Boot nach Harstad und von dort weiter mit dem Bus auf die Lofoten.
Jetzt wo ich diesen Eintrag schreibe, übertreten wir die Grenze zu Austvågøya, den Raftsundet. Ist schon fast wie heimkommen. Jetzt wo auch wirklich alle meine anderen Arbeiten abgeschlossen sind, können die Ferien richtig losgehen. Etwas anderes kann man hier auch kaum machen.
















































