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Montag, 25. Mai 2015

Wir spielen Europareise Tag 16 - 18: Amsterdam

Der erste vollständige Tag in Amsterdam wurde von unserem Vergleich Zoo Wien gegen Zoo Amsterdam ausgefüllt. Vom Vormittag an, bis zum Torschluss am Abend wanderten wir durch den Zoo und versuchten so viel wie möglich davon aufzunehmen. Im tatsächlichen Vergleich schneiden beide Zoos ungefähr ähnlich ab, ihre Vor- und Nachteile "ergänzen" sich beinahe. Der Zoo Wien-Amsterdam wäre vermutlich der beste Zoo, den man je gesehen hat.
Viele schöne Eindrucke hat er auf jeden Fall bei uns hinterlassen. Viel mehr lohnt es sich nicht, ihn zu beschreiben, man muss dazu die Fotos sehen.
Nach dem Zoo folgte das übliche Umherirren in den kleinen, schönen Gassen von Amsterdam, von denen beinahe jede aussieht, wie beinahe jede andere. Orientierung kann sich hier als sehr schwer herausstellen. Einen Stadtplan kann ich jedem, der Amsterdam besucht nur wärmstens empfehlen.
Kleiner Geheimtipp: In Amsterdam gibt es nur wenige hohe Gebäude. Die ganz grossen stehen sogar erst am Stadtrand. Jedoch ist genau zwischen Bahnhof und NEMO die öffentliche Bibliothek zu finden. Im obersten frei zugänglichen Geschoss befindet sich ein Restaurant. Von dessen Terrasse aus hat man einen wunderbaren Blick über Amsterdam; für umsonst!

Die Körperwelten, Gunther von Hagens Leichenmontagen-Ausstellung, ist ein Begriff, der beinahe allen geläufig ist. Nun ja, in Amsterdam findet man eine Ausstellung zum Thema "Freude". Sehr gross ist sie nicht, aber man kann, sofern man sich alles ein wenig anschaut, auch dort eine ganze Menge Zeit liegen lassen. Die Ausstellung ist für mich, mit allem, was ich bis jetzt über Anatomie lernen musste, natürlich sehr interessant. Nachdem wir dort den Nachmittag verbracht haben, entliess uns die Ausstellung wieder ins geschäftige Treiben des Damrak, der Touristenmeile Amsterdams. Hier zeigte sich wirklich, dass Amsterdam an Pfingsten einfach kein sinnvolles Ausflugsziel ist. Alles war voll, die Strassen, die Cafés, die Coffeeshops, einfach überall waren Menschen, Massen von Menschen. Wir kämpften uns mit Händen, Füssen und Zähnen durch den nicht enden wollenden Strom von Menschen bis zum Vondelpark. Dort wollten wir uns eigentlich ein wenig ausruhen. Da Amsterdam jedoch kein bisschen mit Grünflächen glänzen kann, war auch dieser Park sehr gut gefüllt und so richtig ausruhen war nicht. Nochmals doppelt so weit entfernt kann man den Rembrandtpark finden. Da dieser dann doch schon weit ausserhalb liegt, erwarteten wir dort etwas weniger Leute. Nach Traumhaft und Wanderung dort angekommen, fanden wir tatsächlich einen beinahe leeren Park vor. Nicht ganz so schön gemacht, wie der Vondelpark, aber dennoch mehr wie gut genug zum Ausruhen. Der Tag war dann auch schon ganz plötzlich vorbei, zurückfinden und Abendessen und schon wieder war es Zeit, die Rucksäcke zu packen.

Der letzte Tag bestand Mal wieder praktisch nur aus der Reise, ist aber nicht weiter schlimm, wenn man genau weiss, dass es die Letzte von Vielen sein wird.
Wir sind also wieder gut zu Hause angekommen.

Nun folgt eine längere Pause. Es werden einige Kurzreisen kommen, von denen aber scher nicht alle hier landen. Die nächste grosse Reise folgt dann Anfang August. Beinahe der ganze August wird für eine Wanderung quer durch Schottland draufgehen. Ich freu' mich drauf.















Freitag, 22. Mai 2015

Wir spielen Europareise Tag 14 & 15: Berlin-Amsterdam

Berlin ist super!
Man kann sich in dieser Stadt so schnell und ohne Probleme zu Hause fühlen kannst, dass in dir sich sogar der Drang, einen Haushalt zu führen breit macht: Wäsche wird gewaschen, Rucksack wird aufräumen, Zimmer wird in Ordnung gebracht; Dinge, die in einem Haushalt einfach gemacht werden müssen.
Während sich unsere Wäsche vom rund-eckigen Waschsklaven waschen liess, machten wir uns auf den Weg ins Zentrum. Beim Alexanderplatz angekommen starteten wir den Shopping-Marathon. Wir hätten beide jede Menge Dinge kaufen können, um so besser für uns, dass unsere Rücksäcke nur beschränkt Platz bieten. Nachdem wir Stunden später wieder zurückkamen, machten wir schnell unsere Wäsche fertig (während einem Spiel Billard konnte diese gut trocknen), falteten sie und machten uns auf den Weg zum "White Trash Fast Food". Das White Trash ist ein Restaurant, in das normalerweise keiner einfach so hinein spazieren würde. Der Eingang zum Aussenbereich ist nicht mehr als ein alter, rostiger und komplett ausgeschlachteter Bus. Dahinter verbirgt sich eine grosse Terrasse mit vielen Ebenen, Bäumen und Dingen, die man nicht auf anhieb versteht.
Essen konnten wir auf ohne Reservation, obwohl an unserem Tisch ein "Reserviert" stand. Danke liebes liebes Restaurant.
Das Essen war wahnsinnig gut. Mit Fast-Food hat es eigentlich nicht so viel zu tun, aber zumindest gab es Hamburger und frittierte Krevetten.
So bald es draussen anfing dunkel zu werden, begann die eigentliche Show erst richtig. Draussen rund um das Gelände herum waren Feuerwerfer aufgestellt, die von Zeit zu Zeit einen Feuerball in die Luft stiessen. Ganz grosses Kino.
In der Nähe gab es verschiedene Klubs, die jedoch alle dem typischen Berliner Muster folgten: Du ja, du nein, du nein, du ja. Leider erwischten wir beide ein Nein. Naja, es gibt mehr als diese beiden.

Am nächsten Tag machten wir uns früh morgens auf den Weg zum Hauptbahnhof Berlin. Da in Deutschland gestern Streik bis zum Abend herrschte, gestaltete sich diese sonst einfache Reise als nervenaufreibend und zeitaufwändig. Nach kaum 1.5 Stunden waren wir dann am Bahnhof und siehe da, unser ICE nach Duisburg kam tatsächlich pünktlich. Zum Streik muss man noch sagen: Eigentlich war er für uns eher angenehm, da sehr wenige Leute mit dem Zug unterwegs waren und auch nur Wenige im Bahnhof im Weg standen.
Naja, auf jeden Fall waren wir schon wenige Stunden und einmal umsteigen später in Amsterdam.
Es sieht so aus, als würde diese die letzte Station unserer Reise sein. Schon jetzt kann man aber sagen, dass sich so eine Interrail-Reise für den Osten Europas noch mehr lohnt, als für den Westen. Hier sind zwar die Zugverbindungen besser, aber alles ist spürbar teurer.
Nun gut, wir sind in Amsterdam angekommen und haben schon Bekanntschaft mit den kleinen Gassen, Grachten und schrägen Häusern gemacht. Macht einen schönen Eindruck.
Zum Abendessen gab es Indische Platte, sehr gediegen :-)





Dienstag, 19. Mai 2015

Wir spielen Europareise Tag 12 & 13: Berlin

Also, wir sind gut in Berlin angekommen. Zu Beginn machte sich einen kurzen Moment lang Orientierungslosigkeit breit, die aber schnell wieder verflog.
Noch bevor wir uns auf den Weg zum Hostel machten, besuchten wir den Bundestag und das Brandenburger Tor. Danach machten wir uns aber schleunigst auf den Weg zum Hostel, wo wir auch zu Abend assen. Sehr sehr viele Amerikaner und Kanadier und Australier findet man hier, wenn man sie sucht. Danach machten wir die nähere Umgebung unsicher und lernten den Wedding bei Nacht kennen.
Heute hatten wir ein grösseres spontanes Programm vor uns: die East Side Gallery, das Nikolaiviertel (mein Lieblingsteil von Berlin), wo wir uns beide mit Tee eingedeckt haben; den Fernsehturm Alex mit seiner wunderbaren Aussicht und danach zu Fuss die Strecke vom Potsdamer Platz durch den Tiergarten bis zum Kurfürstendamm.
Alles in Allem ein sehr interessanter und lohnenswerter Tag!


Bilder wird es vermutlich keine von Berlin geben, da das Internet hier auf keinen Fall ausreicht, um Bilder irgendwo hochzuladen. Diese folgen dann irgendwann (bereit sind sie) :-)













Sonntag, 17. Mai 2015

Wir spielen Europreise Tag 10 & 11: Budapest

Zu Gast in Aquincum, der römischen Metropole an den Ufern des Danuvius, dem letzten Bollwerk vor der ungebildeten Wildnis, lässt man sich gerne vom Statthalter in einen der vielen Therme einladen. Geschmückt mit Bögen und Säulen, Mosaiken und Statuen, ist es nicht schwer, gefallen an ihnen zu finden. Auch die hiesige Bevölkerung kann sich den Vorteilen römischen Lebens nicht erwehren und erscheint zahlreich in den täglich geöffneten Bädern. Den Quellen unter Budapest, die Wasser zwischen 20 und 80 Grad Temperatur ausstossen. Doch nicht nur körperliche Wohltat ist hier zu finden, auch die Seele und der Kopf kommen nicht zu kurz. Typische Spezialitäten wie das runde, gehackte Stück Fleisch zwischen den beiden Brotscheiben kann man hier finden. Gerade in der Nähe gibt es etwas, was so auf der Welt noch nicht existiert: Einen Rätsel-Raum-Komplex. Diese Idee, die hier so gerne gesehen ist, ist so gerne besucht, dass man nicht einfach so hin kann, aber gesagt wird einem dies von niemandem.
Nach einem kurzen Spaziergang in Richtung Norden, erreicht der Besucher den grossen Platz am Ende der grossen Allee: Den Heldenplatz. Helden aus der Geschichte des Landes sind hier zu sehen.
Manchmal können auch unvorhergesehen Dinge geschehen. Reisende, die das römische Imperium kennen, haben sicher schon Bekanntschaft mit den geschmolzenen Käse der Helvetier gemacht, den diese in kleinen Stücken unter Feuer schmelzen. Diesen kann man bei gewissen Bewohnern des zivilen Teils von Aquincum finden und essen.
Die Jugend von Aquincum trifft sich abends in baufälligen Häusern und rundherum. Dies ist ein Spektakel, das man gesehen haben sollte. Kommt man spät nach Hause, ist dies natürlich kein Problem.

Von Aquincum aus kann man schnell per Droschke in schöne Dörfchen direkt neben der eigentlichen Stadt gelangen. Auch wenn die Droschken hier nicht den gleichen Standards wie die im restlichen Imperium entsprechen, fahren sie doch bis an's Ziel. Die Städtchen entlang der "Ister" haben zwar einen Migrationshintergrund, gehören aber zum Landesbild.
Zurück in Aquincum, kann man auf der Margareteninsel ehemalige Kloster, die nur noch als Ruinen vorhanden sind, finden. Die Stadt, so klein wie sie aus der Ferne erscheinen mag, kann sich dennoch weit ziehen. In jedem Fall lohnt sich ein Marsch dieser Art, denn es gibt immer viel zu sehen.
Als krönender Abschluss eines kurzen Besuch in dieser Metropole, taugt ein solcher Tag allemal!

Morgen geht diese Reise weiter in die Gebiete hinter dem Limes, bis weit in den Norden, direkt nach Berolinum, der Zentrale der Germanen.











Wir spielen Europareise Tag 9: Budapest

Royales Feeling, schon wieder.

Dieses Mal im anderen Teil des ehemaligen Kaiserreiches. Auch wenn die Ungarn diese Bezeichnung anscheinend nicht unbedingt gern mögen.
Buda und Pest sind auf jeden Fall Städte, die sich sehen lassen können. Überall ist zu sehen, dass noch viel getan werden muss, um diese Stadt wieder schön herauszuputzen. Dennoch ist ein gewisser Charme vorhanden und man spürt, dass schon viel gemacht wurde. An manchen Orten beinahe schon zu viel.
Wir wollten einfach mal laufen gehen. Also spazierten wir von Benno's sehr zentraler Wohnung den Andrassy-Boulevard nach oben, bogen jedoch irgendwann mal ab und schauten uns ein wenig auf dieser Seite des Flusses um.
Unser Ziel war aber nach wie vor die Burg auf der anderen Seite, auf dem Budaer Schlosshügel zu sehen. Wir überquerten die Kettenbrücke (komischer Name, wenn man mal in Wien war...) und marschierten den Hügel hinauf. Oben angekommen hatten wir einen schönen Blick über die Pester Seite und die Donau. Natürlich spürte man die sehr touristische Atmosphäre und dennoch war alles sehr schön anzuschauen. Die Fischerbastei hingegen war für meinen Geschmack zu touristisch. Sie war einfach zu neu, zu frisch gebaut, gerade so als wolle man sie nicht alt werden lassen. Von dort hat man aber tatsächlich einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt, besonders auf das Ungarische Parlament, das bereits zu Kaisers Zeiten die Autonomie Ungarns betonte. Es heisst, es sei das 3. grösste der Welt.
Nach einem Rundgang auf dieser Erhebung besuchten wir das Faltenkrankenhaus, das später (nach dem 2. Weltkrieg und der Revolution von 1956) zu einem geheimen Atombunker der Regierung wurde.
Auf dem Weg zurück in den Pester Stadtteil überquerten wir die riesige Donau. An diesen schönen Anblick könnte ich mich wohl nie gewöhnen: Riesiger Fluss immer vor der Nase, aber rein geht man nicht, zu dreckig...