Mittwoch, 26. Juli 2017

Lofoten 2.0 - Tag 9-11, Kroktinden, Kleppstadheia, Svolvær

Austvågøya, der Name ist Programm, die höchsten Gipfel, die schönsten Täler und die grössten Dörfer (sie nennen sie Städte). Wir begannen ganz im Südwesten der Insel, in Kleppstad, von wo wir uns auf nach Sydalen machten. Unterwegs stolperten wir über einen tollen Zeltplatz und liessen unsere sieben Sachen liegen. Von dort aus ging es ungefähr 6 Kilometer den Berg hinauf, auf einen Gipfel des Kroktinden, eines ziemlich zentralen Bergs auf Austvågøya (707 m. ü. M. unser höchster, bisher). Nach anstrengender Wanderung über Geröllfelder, Bäche und Bergseen erreichten wir den Gipfel und wussten sofort warum wir hinaufgelaufen waren. Während der ersten Pause auf dem Sydalskaret (Pass von Sydalen), flog unerwartet ein riesiger Vogel auf uns zu: Wir sichteten bereits den zweiten Adler in unseren Ferien und das ganz ohne teure Bootstour (die werden hier wirklich überall angeboten). Ein besseres Panorama hat sich mir hier noch nie geboten. Es war überwältigend. Nach einem kleinen Mittagessen auf dem Gipfel ging's auch schon wieder bergab.
Am nächsten Morgen liefen wir zurück nach Kleppstad um die Kleppstadheia zu erklimmen, die einen tollen Ausblick auf den Gimsøystraumen mit seiner über 800 Meter langen Brücke und auf den Olderfjord bot.
Seit diesem Tag versinkt die Seite der Lofoten, die dem Atlantik zugewandt ist, im Nebel, den wir aber schon auf der Kleppstadheia hinter uns liessen.
Wir sind also nach wie vor von der Sonne verwöhnt.
Der Ausblick von der Kleppstadheia war schön, konnte sich aber nicht mit jenem des Kroktinden (sprich: Kruktinden) messen. Unten angekommen nahmen wir den nächsten Bus nach Svolvær, der Hauptstadt der Lofoten um dort auf dem Camping zu übernachten und endlich mal wieder eine echte Dusche zu geniessen.
Gegen Abend machten wir uns auf ins Zentrum von Svolvær um dort zu essen. Das Fischgratin, das ich essen durfte war so gut, dass man eigentlich den Koch entführen sollte! So guten Fisch haben wir beide schon lange nicht mehr gegessen. Nach einigen Bier (hier gibt's wieder welches) liefen wir langsam zurück zum Zelt und ins Bett um am Mittwoch früh aufzustehen. Dies war nötig, um den Menschenstrom zu umgehen, der täglich den schönsten Ausblick Norwegens, von der Fløya aus, geniessen will. Dort findet sich auch Djevelsporten, ein querliegender Stein über mehreren Metern nichts. Während des Abstiegs kamen uns so viele Menschen entgegen, dass wir unsere Entscheidung nicht bereuten.
Den späteren Nachmittag verbrachten wir in Svolvær, um Postkarten zu schreiben und uns das Städtchen anzuschauen und vor allem um mehr gutes Essen und vielleicht Bier zu finden.
Schönen, guten Abend
















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