Dienstag, 25. August 2015

Schottland, erneut Tage 15 - 22, Fort William nach Inverness

Nochmal in die Wanderschuhe, nochmal den schweren Rucksack auf den Rücken schnallen und nochmal ein paar wenige Nächte im Zelt verbringen. Alles in allem sehr rosige Aussichten. Nochmal fünf Tage sollen es sein. Fünf Tage durch das Tal des Great Glen, das grosse Flusstal, das die schottischen Highlands von Ost nach Westkomplett durchläuft. Fort William und Inverness liegen an den jeweils entgegengestzten Enden. Ungefähr 75 Meilenzu Fuss trennen die beiden grössten Menschenansammlungen der Highlands voneinander. Fünf Tage ungefähr am Caledonian Canal und drei verschiedenen Seen, wovon der bekannteste vermutlich Loch Ness ist, geht derWeg mal flach, mal steil quer durch die Highlands. Öfter mal konnten wir sehr angenehm "wildzelten", machten aber auch häufig auf Campingplätzen Halt. Selbstverständlich war ich im Loch Ness kurz auf Monstersuchr, musste aber schnell aufgeben, da die Wassertemperaturen hier auch im Sommer nicht über kühl hinausklettern. Naja, nun sind wir hier in Inverness, der Hauptstadt der Highlands, einer schönen, aber doch eher kleinen Stadt und geniessen die letzten beiden Nächte in Schottland. Morgen früh geht's dann per Luftpost ab nach Hause, auch wenn uns dieser Weg erst für zwei Nächte nach Dublin und dann zurück in die Schweiz bringt. Von dort aus werden dann noch ein paar ergänzende Fotos hochgeladen werden.
















Sonntag, 16. August 2015

Schottland, erneut Tage 5 - 14 Glasgow nach Fort William

Viele Tage, viel ist passiert und wenig Platz zum Schreiben ist vorhanden...
Ich versuche daher, mich kurz zu fassen. Samstag in der Früh, so gegen 10 Uhr starteten wir vom Hotel aus in Richtung Milngavie (sprich: Milgaai [Komisch, diese Schotten]). Da diese Strecke aber noch innerhalb städtischen Gebiebts lag, legten wir diese Strecke noch mit dem Zug zurück. Von dort ging es dann aber endgültig los. Zu Fuss, mit dem Nötigsten bepackt und frohen Mutes auf nach Norden, Fort William entgegen. Das Meiste ist schnell erzählt, wir liefen, assen, liefen weiter und stellten gegen Abend unser Zelt auf. Meistens sogar auf einem Campingplatz, wobei der Unterschied zum Wildzelten manchmal nur darin bestand, dass noch andere Zelte um einen herunstanden und der Boden relativ eben war.
Wir mussten schon bald einsehen, dass wir vermutlich für das Ganze zu viel Zeit eingerechnet hatten und die Tagesetappen wirklich sehr sehr lieb berechnet waren. Daher lagen gewisse Ausflüge von Zeit zu Zeit drin. Wir erklommen immer wieder einmal Berge, die uns gut genug erschienen, besuchten nebenbei eine Whisky Destillerie oder machten einen Ausflug auf die Insel Inchcailloch im Loch Lomond. Was hingegen bis zum jetzigen Zeitpunkt nur durch Abwesenheit glänzt sind die berühmten, schottischen Burgen. Noch nicht eine hat sich getraut, sich uns in den Weg zu Stellen. Einige wenige Ruinen haben wir natürlich zu Gesicht bekommen, aber das ist nicht das Gleiche...
Ein weiteres Markenzeichen Schottlands hat uns, zum Glück, bisher fast verschont: der Regen. Bis jetzt waren die Tage relativ trocken, das heisst es herrscht eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit, ohne dass Regen vom Himmel fällt. Nachts kamen dann doch häufig ein paar Tropfen. Ein einziges Mal durften wir ein richtiges "Raining Cats and Dogs" miterleben. Komplett durchnässt, aber in angenehmer Gesellschaft ging aber auch dieser Tag bald vorbei und nach einem guten Ale, war das schon wieder vergessen.
Nun ja, nach nunmehr sieben Tagen wandern sind wir seit Freitag in Fort William und wohnen in einem geräumigen Wohnwagen, Luxus, nach unseren Massstäben (mit Sicht auf Ben Nevis). Die Wäsche ist gewaschen, wir auch und die Füsse haben sich auch wieder erholt. Es kann also weitergehen mit dem Abenteuer Schottland.
















Donnerstag, 6. August 2015

Schottland, erneut Tage 1-4 Edinburgh nach Glasgow

Mal wieder Edinburgh!
Kaum ein paar Monate später treffe ich wieder in der schönen Stadt an der schottischen Ostküste ein.
Dieses Mal jedoch mit einem ganz anderen Ziel: Vorbereitung für eine längere Tour. Das Ziel: Inverness via Glasgow und Fort William zu Fuss zu erreichen.
Die erste Etappe haben wir gestern in Angriff genommen und heute abgeschlossen, Glasgow.
Die Nacht verbrachten wir am Rande eines kleinen Lochs (nicht das, wo Erde fehlt, sondern der mit Wasser drinnen), im Zelt.
Wettertechnisch waren wir tagsüber verwöhnt, es war schön bis leicht sonnig bei knapp unter 20 Grad. Wir fühlten uns wirklich wohl.
Am Samstag geht's von hier aus weiter, in Richtung Fort William, vermutlich am West Highland Way entlang. Aus Fort William gibt's dann wieder Neuigkeiten.










Donnerstag, 2. Juli 2015

Eine kurze Wanderung von knapp zwei Tagen

Dienstag Morgen (ja, ich habe Ferien) ging es von Biel aus mit der Standseilbahn nach Magglingen. Ohne Umschweife oder Pause liefen wir direkt über's Ende der Welt hinaus und folgten einem kleinen Pfad mitten im Hang, nur Umgeben von Bäumen und Steinen. Dies ging natürlich genau so lange bis nur noch Bäume und Steine da waren. Von da an wurde die Route, da querfeldein, relativ steil. Unten wartete auf uns das erste Tal, das wir durchqueren sollten. Steil nach oben und schon wieder mitten durch's Gelände führte uns unser Weg nach vielen nicht auf der Karte verzeichneten Abzweigungen endlich nach oben auf den Gipfel des Mont Sujet. Dort durften wir uns ein spätes Mittagessen mit schönster Aussicht gönnen.
Wie es sich mit den Bergen nun mal so verhält, muss man, nachdem man hinauf gelaufen ist auch wieder runter. Sicher aber nicht auf der gleichen Seite, der Tag ist ja noch lang!
Das nächste Tal mit erstem Auffüllen der Flaschen war schnell durchquert und die Besteigung des Chasseral-Kammes begann. Lange nicht so anstrengend wie die Steigung zum Mont Sujet, aber dennoch schweisstreibend zeigte sich dieser Streckenteil. Die wilden Erdbeeren schmeckten hingegen hier weitaus besser als zuvor.
Freude, besonders Vorfreude auf einen Eisbecher im Restaurant, herrschte nach dem ersten Blickkontakt mit der grossen Antenne auf dem Gipfel, der Weg jedoch war noch weit.
Oben angekommen ist man erst einmal von der Anstrengung, dann von Stolz und schliesslich von Appetit überwältigt. Eisbecher gab es dann leider keinen, das kennt man dort nicht, aber ein normales Nestlé-Eis tut es zur Not auch.
Von hier oben war auch das Ende der Reise schon gut ersichtlich: Der Chaumont oberhalb von Neuchâtel.
Da es doch schon langsam gegen Abend ging, begannen wir mit den Überlegungen für einen Schlafplatz. Es half aber alles nichts, wir mussten erst einmal noch ein, zwei Stunden laufen.
Als aber dann zufällig der perfekte Platz an uns vorbeiflog, griffen wir zu, stellten das Zelt auf und assen zu Abend. Dieser Teil sollte einen Testlauf für die grosse Schottland-Reise von kommendem August darstellen. Naja, das Material hat soweit bestanden, ich aber nicht (nicht fit genug).
Am Mittwoch ging's dann in aller Frühe weiter auf die letzte Etappe bis zur Standseilbahn Chaumont.
Mit der fuhren wir nach unten und von St. Blaise am See ging's dann mit dem nächsten Zug heim.



Montag, 25. Mai 2015

Wir spielen Europareise Tag 16 - 18: Amsterdam

Der erste vollständige Tag in Amsterdam wurde von unserem Vergleich Zoo Wien gegen Zoo Amsterdam ausgefüllt. Vom Vormittag an, bis zum Torschluss am Abend wanderten wir durch den Zoo und versuchten so viel wie möglich davon aufzunehmen. Im tatsächlichen Vergleich schneiden beide Zoos ungefähr ähnlich ab, ihre Vor- und Nachteile "ergänzen" sich beinahe. Der Zoo Wien-Amsterdam wäre vermutlich der beste Zoo, den man je gesehen hat.
Viele schöne Eindrucke hat er auf jeden Fall bei uns hinterlassen. Viel mehr lohnt es sich nicht, ihn zu beschreiben, man muss dazu die Fotos sehen.
Nach dem Zoo folgte das übliche Umherirren in den kleinen, schönen Gassen von Amsterdam, von denen beinahe jede aussieht, wie beinahe jede andere. Orientierung kann sich hier als sehr schwer herausstellen. Einen Stadtplan kann ich jedem, der Amsterdam besucht nur wärmstens empfehlen.
Kleiner Geheimtipp: In Amsterdam gibt es nur wenige hohe Gebäude. Die ganz grossen stehen sogar erst am Stadtrand. Jedoch ist genau zwischen Bahnhof und NEMO die öffentliche Bibliothek zu finden. Im obersten frei zugänglichen Geschoss befindet sich ein Restaurant. Von dessen Terrasse aus hat man einen wunderbaren Blick über Amsterdam; für umsonst!

Die Körperwelten, Gunther von Hagens Leichenmontagen-Ausstellung, ist ein Begriff, der beinahe allen geläufig ist. Nun ja, in Amsterdam findet man eine Ausstellung zum Thema "Freude". Sehr gross ist sie nicht, aber man kann, sofern man sich alles ein wenig anschaut, auch dort eine ganze Menge Zeit liegen lassen. Die Ausstellung ist für mich, mit allem, was ich bis jetzt über Anatomie lernen musste, natürlich sehr interessant. Nachdem wir dort den Nachmittag verbracht haben, entliess uns die Ausstellung wieder ins geschäftige Treiben des Damrak, der Touristenmeile Amsterdams. Hier zeigte sich wirklich, dass Amsterdam an Pfingsten einfach kein sinnvolles Ausflugsziel ist. Alles war voll, die Strassen, die Cafés, die Coffeeshops, einfach überall waren Menschen, Massen von Menschen. Wir kämpften uns mit Händen, Füssen und Zähnen durch den nicht enden wollenden Strom von Menschen bis zum Vondelpark. Dort wollten wir uns eigentlich ein wenig ausruhen. Da Amsterdam jedoch kein bisschen mit Grünflächen glänzen kann, war auch dieser Park sehr gut gefüllt und so richtig ausruhen war nicht. Nochmals doppelt so weit entfernt kann man den Rembrandtpark finden. Da dieser dann doch schon weit ausserhalb liegt, erwarteten wir dort etwas weniger Leute. Nach Traumhaft und Wanderung dort angekommen, fanden wir tatsächlich einen beinahe leeren Park vor. Nicht ganz so schön gemacht, wie der Vondelpark, aber dennoch mehr wie gut genug zum Ausruhen. Der Tag war dann auch schon ganz plötzlich vorbei, zurückfinden und Abendessen und schon wieder war es Zeit, die Rucksäcke zu packen.

Der letzte Tag bestand Mal wieder praktisch nur aus der Reise, ist aber nicht weiter schlimm, wenn man genau weiss, dass es die Letzte von Vielen sein wird.
Wir sind also wieder gut zu Hause angekommen.

Nun folgt eine längere Pause. Es werden einige Kurzreisen kommen, von denen aber scher nicht alle hier landen. Die nächste grosse Reise folgt dann Anfang August. Beinahe der ganze August wird für eine Wanderung quer durch Schottland draufgehen. Ich freu' mich drauf.