Dienstag Morgen (ja, ich habe Ferien) ging es von Biel aus mit der Standseilbahn nach Magglingen. Ohne Umschweife oder Pause liefen wir direkt über's Ende der Welt hinaus und folgten einem kleinen Pfad mitten im Hang, nur Umgeben von Bäumen und Steinen. Dies ging natürlich genau so lange bis nur noch Bäume und Steine da waren. Von da an wurde die Route, da querfeldein, relativ steil. Unten wartete auf uns das erste Tal, das wir durchqueren sollten. Steil nach oben und schon wieder mitten durch's Gelände führte uns unser Weg nach vielen nicht auf der Karte verzeichneten Abzweigungen endlich nach oben auf den Gipfel des Mont Sujet. Dort durften wir uns ein spätes Mittagessen mit schönster Aussicht gönnen.
Wie es sich mit den Bergen nun mal so verhält, muss man, nachdem man hinauf gelaufen ist auch wieder runter. Sicher aber nicht auf der gleichen Seite, der Tag ist ja noch lang!
Das nächste Tal mit erstem Auffüllen der Flaschen war schnell durchquert und die Besteigung des Chasseral-Kammes begann. Lange nicht so anstrengend wie die Steigung zum Mont Sujet, aber dennoch schweisstreibend zeigte sich dieser Streckenteil. Die wilden Erdbeeren schmeckten hingegen hier weitaus besser als zuvor.
Freude, besonders Vorfreude auf einen Eisbecher im Restaurant, herrschte nach dem ersten Blickkontakt mit der grossen Antenne auf dem Gipfel, der Weg jedoch war noch weit.
Oben angekommen ist man erst einmal von der Anstrengung, dann von Stolz und schliesslich von Appetit überwältigt. Eisbecher gab es dann leider keinen, das kennt man dort nicht, aber ein normales Nestlé-Eis tut es zur Not auch.
Von hier oben war auch das Ende der Reise schon gut ersichtlich: Der Chaumont oberhalb von Neuchâtel.
Da es doch schon langsam gegen Abend ging, begannen wir mit den Überlegungen für einen Schlafplatz. Es half aber alles nichts, wir mussten erst einmal noch ein, zwei Stunden laufen.
Als aber dann zufällig der perfekte Platz an uns vorbeiflog, griffen wir zu, stellten das Zelt auf und assen zu Abend. Dieser Teil sollte einen Testlauf für die grosse Schottland-Reise von kommendem August darstellen. Naja, das Material hat soweit bestanden, ich aber nicht (nicht fit genug).
Am Mittwoch ging's dann in aller Frühe weiter auf die letzte Etappe bis zur Standseilbahn Chaumont.
Mit der fuhren wir nach unten und von St. Blaise am See ging's dann mit dem nächsten Zug heim.



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