Samstag, 10. Februar 2018

Firenze - Tag 6 & 7

Guten Abend,
bestes Wetter hier in Italien!
Genau deshalb sollte man Italien im Winter besuchen: Hier scheint einfach so oft und lange die Sonne und dann ist es nicht mal mehr kalt.
Nun habe ich schon eine ganze Woche Schule hinter mir... Es scheint mir so unwirklich, dass schon die Hälfte meines Aufenthaltes durch ist, aber ist wohl leider so.
Den letzten Schultag haben wir mit einem Vortrag über die italienische Gesellschaft abgeschlossen. Der Vortrag an sich war doch eher langweilig (trotz Wein zum Mittagessen), aber einen Fakt werde ich nicht so bald vergessen: Von diesen tollen italienischen Männern (im Alter von 18-35 Jahre) leben zwei Drittel zu Hause bei Mamma! Männer gelten in Italien als unselbstständig.
Dann war auch schon Wochenende.
Samstag sind wir morgens schon früh aufgestanden, um möglichst viel Zeit in Venedig verbringen zu können. Diese Stadt mitten im Meer ist wunderschön. Und man sagt von Venedig dass es stinkt.. Stimmt auch nicht im Winter, zu kalt zum stinken.
Natürlich ist dieses Wochenende das letzte des Karnevals in Venedig! Überall laufen Gestalten in tollen und riesigen, aufwändigen Kostümen herum. Zu Venedig gibt es nicht viel zu sagen ausser: Super schön, sehr weitläufig und unglaublich viele Touristen. Gefallen hat mir auch, dass es weder Fahrräder noch Autos gibt, für niemanden! Alles geschieht auf dem Wasser, sogar Polizei und (interessanter) Krankenwagen (siehe Foto). So haben wir schon das halbe Wochenende durch und sind doch extrem kaputt! Morgen geht es dann weiter nach Lucca und eventuell an den anderen bekannten Karneval in Italien nach Viareggio, mal schauen. Für Venedig sind die Fotos viel wichtiger als jeder Text, den ich hier schreiben könnte. Ach ja, bevor ich's vergesse: Hab' mir ein neues Sakko gekauft, für 15 Euro. Ausverkauf in Italien lohnt sich! Und selbstverständlich haben wir auch das Haus von Marco Polo gesehen.




























Donnerstag, 8. Februar 2018

Firenze - Tag 4 & 5

Aus den Uffizi ist leider nichts geworden bisher. Das liegt zum einen an der langen Menschenschlange davor und zum anderen am doch sehr tollen Wetter hier (keine Lust drinnen zu sein).
Am Mittwoch haben wir uns auf Hinweis von Luciana zum Mittagessen in eine typische Trattoria gesetzt und dort gespiesen wie Gott in Frankreich, aber halt in Italien. Für mich gab's Spaghetti mit Kürbis. Ich geniesse hier sehr, wie perfekt al dente Pasta gekocht wird, das macht schon so viel aus. Dazu natürlich Hauswein, den man hier ohne Weiteres Literweise bekommt.
In den Unterricht am Nachmittag kamen wir nach italienischer Manier dann auch zu spät. Alles in allem schon am Mittag ein perfekter Tag. Am Nachmittag sind wir tiefer in den Parca delle Cascine vorgedrungen und haben den Nachmittag unter unseren Füssen vorbeiziehen lassen. Am Abend war Mal wieder ein bisschen Bier angesagt, diesmal in einem Irish Pub direkt am Duomo.
Donnerstag war der bisher schönste Tag (es hat nicht geregnet).
Bereits am ersten Tag hatte ich eine kleine Panini-Bude gesehen, die ich dann am Donnerstag endlich ausprobieren konnte. Das erste Panino mit toskanischer Salami, Pecorino und Trüffel war so gut, dass es gleich noch ein zweites geben musste, diesmal mit Schicken und eingelegter Aubergine. Essen machen können die hier super!
Weil das Wetter so toll war, gab's wieder ein Gelato, das wir dann auf dem Weg durch's "Hinterland" von Firenze essen konnten. Wir liefen von der Schule, über die Ponte Caraia zur Porta romana und von dort zur Piazzale Michelangelo, von wo aus man eine wunderbare Aussicht über Firenze hat.
Dieser Spaziergang ist so lange, das ich zu müde war, um noch mehr aus dem Tag zu machen, aber gesehen habe ich ja viel.
Wieder Mal war das Abendessen ein Gedicht (und nein, Luciana will leider nicht meine Privatköchin werden).
















Mittwoch, 7. Februar 2018

Firenze - Tag 2 & 3

"Na los, aufstehen!" Ungefähr so hören sich die Autos, Busse und besonders Roller draussen auf der vielbefahrenen Hauptverkehrsachse Nord-Süd durch Florenz nach halb Sechs morgens an.
Ein schönes und angenehmes monotones Rauschen, durchbrochen von gelegentlichem Hupen.
Aber so schlimm ist es nicht, man kann sich ja nochmal umdrehen.
Von meiner neuen Wohnung aus zur Schule ist es nicht weit, nur ungefähr 10 Minuten zu Fuss.
Am Montag Morgen kam ich also in meinen Ferien (!) an meiner neuen Schule an. Nach Einführung und einem Einstufungstest wurde ich in mein neues Klassenzimmer gebracht. In meiner neuen Klasse sitzen Holländer, Schweizer, Brasilianer, Chinesen, Amerikaner, Schweden und Japaner. So ziemlich von jedem ein Exemplar (mich ausgenommen). Wir sind also auch keine grosse Klasse, was das Lernen viel einfacher gestaltet.
Es geht sehr schnell vorwärts und man muss gut aufpassen. Deborah, unsere Lehrerin ist aufmerksam und schaut uns immer streng auf die unbeholfenen "Finger". Mittlerweile kann man sich wirklich auf Italienisch unterhalten. Hier hilft auch Luciana (unsere Gastgeberin) sehr, weil auch sie immer unsere Fehler korrigiert.
Eben wegen des tollen Morgenverkehrs war ich am Dienstag Morgen noch lange vor meinem Wecker wach und hab' mich aufgemacht, andere Teile der Stadt beim Joggen zu erkunden. Joggen ohne Asphalt ist hier echt nicht einfach... Gefunden habe ich dann den Parca della Cascine, einen mehrere Kilometer langen Park in der Nähe unserer Wohnung, wo es sich tagsüber super aushalten lässt.
Fotos davon folgen irgendwann Mal.
Nachdem ich den Montag mit Schweizer verbracht hatte (ja, kein Italienisch, sondern Deutsch...) bin ich am Dienstag mit einigen Brasilianern nach der Schule weg und wir reden so viel Italienisch wie wir können. Am Abend waren wir dann (endlich?) ein Bier trinken. Das italienische Bier kann sich sehen lassen. Ich mag es recht gerne!
Da es leider zur Zeit noch oft regnet, werde ich meine Museumsbesuche vorziehen und vermutlich heute Mittwoch nach der Schule die Uffizien besuchen.
A presto



Sonntag, 4. Februar 2018

Firenze - Tag 1

Und mal wieder tut sich was.
Diesmal geht es ganz ungewohnt in den Süden.
Das aber auch nur, weil dort auch Winter herrscht.
Für zwei Wochen werde ich nun in Firenze, Florenz, verweilen und in dieser kurzen Zeit versuchen, möglichst viel Italienisch zu lernen.
Heute Sonntag bin ich am Mittag in Florenz angekommen. Unterwegs lag sogar stellenweise etwas Schnee, da hab' schon blöd geschaut. Ich habe nämlich keine Schneebekleidung dabei...
Nach einer kurzen Verschnaufpause in Mailand kam ich also in Florenz an und machte mich auf den Weg zu meiner Gastmutter Luciana.
Luciana ist eine sehr nette ältere Dame, die alleine lebt und praktisch durchgehend zwei Sprachstudenten bei sich aufnimmt. Neben mir ist auch ein Brasilianer da, den ich aber bisher nicht zu Gesicht bekommen habe.
Nach einer kurzen Unterhaltung (ja auf Italienisch, ja es ging ganz okay) ging es dann auch gleich los mit der Stadterkundung.
Verglichen mit anderen Städten ist Florenz nicht sehr gross. Wenn man aber die Schweiz als Messlatte nutzt, ist Florenz doch eher weitläufig.
Innerhalb dieses Nachmittags konnte ich den berühmten Duomo, den Palazzo vecchio, die Ponte vecchio, den Fluss Arno, das Forte di Belvedere, die Ufficien und jede Menge andere berühmte Gebäude, von denen ich den Namen nicht weiss. Zwischen drin braucht jeder Mal eine Verschnaufpause, also bestellte ich zum ersten Mal einen Espresso auf Italienisch und lernte noch einmal ein bisschen in meinem Buch. Irgendwann später fand ich endlich eine Gelateria, die meinen Ansprüche zu genügen schien. Das Gelato dort gehört wohl zu den besten die ich je gegessen habe, aber laut Luciana darf ich mich auf noch viel mehr gefasst machen, wenn sie mir die "richtigen" zeigt.
Abendessen (Lasagne, Hühnchen, Salat und Tiramisu) gab es dann wieder bei Luciana und sie legt grossen Wert auf Pünktlichkeit beim Essen.
Morgen Früh geht es dann los, ab in die Schule! Beginnen wird das Ganze mit einem Sprachtest, damit ich in die passende Klasse geschickt werden kann, mal schauen wie die mich so einsetzen.
Soviel zu mir, bis bald.
















Dienstag, 1. August 2017

Lofoten 2.0 - Tag 15-17, Svolvær, Kongstindan, Bodø

Als wir am Sonntag Morgen erwachten, regnete es zum ersten Mal seit unserer Ankunft richtig. Wir beschlossen daher, einfach liegen zu bleiben und zu lesen und später den Bus zu nehmen. Um unsere Sachen trocknen zu können und um uns auf die Heimreise vorzubereiten nahmen wir für die letzten zwei Nächte ein Hotelzimmer in Svolvær und nochmal eins für eine Nacht in Bodø. Der Sonntag verlief sehr gemächlich, da der Regen nicht unbedingt ein Motivationsbote war. Am Montag sah das Wetter schon ganz anders aus. Es schien die Sonne und ein leichter Wind ging. Daher stellten wir auch das Zelt zum Trocknen in einem Park vor dem Hotel auf, der Mitten in der Stadt lag.
Während das Zelt vor sich hin trocknete, ging ich alleine auf die letzte Wanderung dieser Ferien und lief in knapp 1:15 h den Kongstindan, den Königsberg, hinauf. Oben genoss ich die Aussicht und die Gesellschaft der anderen Wanderer und machte mich gegen Mitte des Nachmittags auf den Rückweg.
Am Abend gingen wir ein letztes Mal das köstlichste Fischgratin der Lofoten essen um dann eher früh zu Bett zu gehen, da es am Dienstag bereits um 6 Uhr losgehen sollte.
Die Fähre brachte uns dann der Küste entlang nach Bodø, wo wir beinahe den ganzen Tag im Spa mit Sauna, Dampfbad und Whirlpool verbrachten. Jetzt warten wir eingeweicht auf den morgigen Rückflug, der uns zurück in die, vermutlich viel zu heisse, Schweiz bringen wird.
Unser Hotel machte sich noch am selben Abend durch ein recht gut bestücktes Abendbuffet bezahlt. So richtig toll wurde es aber erst beim Frühstück, denn dieses Buffet war so gross, dass wir nicht einmal alles probieren konnten. Glücklich und gut gefüllt verliessen wir also schliesslich Bodø an einem trüben, aber warmen Morgen in Richtung Süden.
Bis bald lieber Norden, ich komme wieder!