Sonntag, 29. Juli 2018

Roadtrip durch Kanada - Tag 1 bis 6

Soo, nach langer Zeit bleibt mal ein kleiner Raum für einen kurzen Blogeintrag.

Wir sind mehr oder weniger gut in Montreal angekommen. Der lange Flug ist schon nicht einfach zu verkraften, aber das war nicht das Problem. Dieses bestand eher darin, dass einer unserer zwei Koffer einfach nicht da war...
Naja, erst Mal egal, ab in die Stadt, besichtigen und warten ob er doch noch auftaucht.
Montreal ist eine unglaubliche, sehr grosse Stadt, mit schöner Skyline und sehr viel Leben drin.
Während unseres Aufenthalts war ein kleines Strassenfestival, mit Musik und sonstigen Aufführungen.
Das Riesenrad im alten Hafen ist besonders imposant und ermöglicht einen tollen Blick auf die nächtliche Skyline.

Am Dienstag erhielten wir unseren Mietwagen und vor allem den fehlenden Koffer.
Auf ging's dann nach Quebec City, dem Hauptort der Provinz Quebec.
Ach ja, das Französisch hier ist schrecklich! Immer wenn man denkt, man hat sich daran gewöhnt, kommt einer um die Ecke, der noch schlimmeres Québecois redet und man versteht wieder nichts.
Quebec City ist wesentlich kleiner und auch weniger belebt als Montreal, aber deswegen nicht weniger schön, einfach anders.

Von dort aus ging es Mittwoch morgens nach leckeren Crêpes auf nach Les Escoumins, oberhalb von Tadoussac, von wo aus wir mit einem kleinen schnellen Boot hinaus auf den Sankt-Lorenz-Strom fuhren um im dortigen Meerwasser Wale und Delfine zu beobachten.
Wir hatten riesiges Glück und es zeigten sich tatsächlich mehrere kleine Delfine und ein grosser Buckelwal! Echt beeindruckend, so etwas mal zu sehen.
Die Nacht verbrachten wir am Fjord du Saguenay, in der bisher schönsten und angenehmsten Unterkunft.

Donnerstags starteten wir auf Empfehlung der Gastgeberin hin, zur Erkundung einer nahegelegenen Ahornsirupfarm! Echt super zu sehen, wie meine absolute Lieblingssüssigkeit hergestellt wird.
Danach ging die Fahrt weiter nach Trois-Rivières, einer nun doch sehr bescheidenen Stadt, die eher weniger sehenswert ist, als die bisherigen. Das ehemalige Gefängnis zu besichtigen, war aber doch sehr interessant.

Am Freitag ging die Fahrt nach Mont Tremblant, dem Erholungs- und Skigebiet von Montreal, wo wir neben der Besichtigung des kleinen Ortes eine einfache Wanderung zu einigen Aussichtspunkten unternahmen. Auf der Wanderung kamen wir einer kleinen Rehfamilie bis auf Tuchfühlung nahe.

Den Samstag verbrachten wir nach einem Cupcake-Frühstück in Ottawa, der Hauptstadt von Kanada. Diese Stadt liegt direkt an der Sprachgrenze (Französisch-Englisch) und an der Grenze der Provinzen Ontario und Québec. Das Parlamentsgebäude ist beeindruckend, unter anderem weil es Westminster nachempfunden wurde. Auch das Museum für kanadische Geschichte war sehr interessant, auch wenn die Geschichte der Eingeborenen eher verschönert dargestellt wurde.

Morgen Sonntag geht es weiter in Richtung Bracebridge. Unterwegs durchstreifen wir dann den Algonquin Provincial Park, der voll von Seen und Flüssen und hoffentlich Elchen ist.




















Freitag, 16. Februar 2018

Firenze - Tag 11-13

Man kann vom Laufen nie genug haben. Das ist zumindest meine Meinung.
Deswegen ging es am Mittwoch gleich weiter mit der Galleria dell'Accademia, die wesentlich kleiner ist als die Uffizi, dafür aber einige riesige Marmorstatuen enthält, die Michelangelo zugeschrieben werden, wie den David (aus der Geschichte von David und Goliath). Es finden sich darin auch einige Bilder, diese sind aber weniger gut ausgestellt und weniger interessant als jene der Uffizi. Wichtig ist zu erwähnen, dass ich keine Sekunde angestanden bin. Ich bin da rein und einfach durchgelaufen. Es war keine Schlange da. Es war nicht so, dass das Museum leer war, ich hab' einfach den richtigen Moment erwischt.
Der David ist natürlich ein absolutes Kunstwerk, selbst jemand der sich gar nicht auskennt (ich), erkennt wie gut er gemacht ist, wie genau die Proportionen einem echten, schönen Menschen entsprechen. Mir erschienen nur die Hände leicht überproportioniert, aber ich habe auch kleine Hände.
Auch habe ich einiges über die Herstellung von Statuen gelernt. Zu erst wird ein Modell hergestellt, generell aus Gips. Dieses wird dann über Seilzüge auf den Marmor übertragen (daher die Pickelartigen dunklen Stellen auf den Statuen einiger Fotos, das sind Orientierungspunkte), was sogar im Massstab geschehen kann, so dass aus einer kleinen Figur eine grosse Statue wird.
Es gab auch einige alte Instrumente zu sehen, worunter sogar drei Stradivari's waren.
Vor dem Abendessen stattete ich der kleinen Enoteca "Le Volpi e l'uva" einen Besuch ab.
Donnerstag und Freitag habe ich neben der Schule meine Zeit mit Essen gehen (statt Unterricht gingen wir zum "Pranzo" mit unserem Lehrer essen) und Einkaufen verbracht. So einfach ist das. Jetzt habe ich meine eigene Bialetti-Moka (Kaffeebraukanne), ein neues Hemd und mehr Tee. Auch habe ich meinen neuen Anzug beim Schneider abgeholt.
Der italienischen Wirtschaft geht's jetzt wieder gut.
Die beste Entdeckung dieser drei Tage war eine Dachterasse auf einem teuren Hotel, mit der wohl besten Aussicht von ganz Florenz! Der Wein kostet halt etwas mehr, aber man kann ja langsamer trinken...

Morgen geht's wieder ab nach Hause. Schon vorbei der ganze Spass. Schade schade schade.


















Dienstag, 13. Februar 2018

Firenze - Tag 9 & 10

Back to work, äh nein, back to school!
Und schon bricht die zweite Hälfte meines Aufenthaltes in Italien an. Viel Grammatik und Vergangenheitsformen den ganzen Tag lang. Das war echt hart!
Noch viel härter war aber, als ich mich am Nachmittag mit einer Kolumbianerin auf Spanisch unterhalten wollte. Da gibt's kein Spanisch mehr!! Alles zum Italienisch konvertiert.
Nicht verzagen, das kann man wieder aufholen, weil verstehen kann ich's immer noch nach wie vor.
Den ganzen Montag Nachmittag habe ich dann damit verbracht, mir einen Anzug zu suchen. In Firenze ist zwei Mal im Jahr Ausverkauf, einmal Anfang Februar und einmal im Sommer. Das sind die Momente an denen man einkaufen muss. Gegen Ende des Ausverkaufs findet man hier ohne Probleme -70% auf Dinge, die sowieso schon nicht überteuert sind. Und genau so einen Anzug habe ich nach mehreren Stunden gefunden! Ein Foto folgt bald, weil der Anzug zur Zeit noch beim Schneider ist! Er wird nämlich genau auf mich angepasst. Ich freu' mich riesig darauf!
Das war die Mission des Tages und die habe ich erfolgreich gemeistert.
Am nächsten Tag war die Schule viel angenehmer. Das lag vermutlich hauptsächlich an der angeschlagenen Gesundheit von Deborah, unserer Lehrerin. Wie dem auch sei, der Morgen ging vorüber und der Nachmittag brachte viel Laufen und Stehen mit sich. Wir hatten nämlich Tickets für die Uffizi reserviert. Die Uffizi enthält die grösste italienische Gemälde-Sammlung und das merkt man, vor allem in den Füssen.
Trotzdem ist es echt unglaublich, wie sich die Kunst entwickelt hat und wie viel besser die Techniken mit der Zeit wurden.
Ich werde nicht zu jedem der Bilder einen Kommentar schreiben (vor allem weil ich das meiste von dem was ich gelernt habe, nicht behalten konnte). Gesehen haben wir jede Menge Werke, hauptsächlich italienischer Künstler, von denen die meisten irgendwann Mal in den Händen der Medici waren.
Interessant ist, dass das einzige Bild von Michelangelo, das in den Uffizi zu finden ist, eine absolute Besonderheit ist, weil die Figuren darin (Maria, Josef, Jesus) wie für eine Steinskulptur angeordnet sind und auch so gezeichnet wurden. Man kann ja zum Spass raten, welches Gemälde es ist, wenn man es nicht schon kennt.
Am Abend ging's dann endlich mal in eine Enoteca, um ein bisschen Wein aus der Toskana zu probieren.